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Das Schweizer Kreuz mit der Kirche

Teil III Leserbriefe zu Bischof Koch

Als der Vorgänger von Ratzinger vor vielen Jahren in der Schweiz den Wallfahrtsort Einsiedeln besuchte im Einzugsgebiet der katholischen Urkantone, wurde er nicht mit grossem Jubel empfangen wie der Papst aus Bayern, - die Autonomie gewohnten Schweizer gaben dem Oberhirten Saures, die begeisterte Masse hielt sich in Grenzen. Als gar in Chur dem an grösseres Mitspracherecht als die deutschen obrigkeitsfrommen Untertanen gewohnten Kirchenvolk ein ultrakonservativer Bischof Haas (das ist so etwas wie der Krenn der Schweiz), den das Kirchenvolk ablehnte, vor die Nase gesetzt wurde von Rom, wurde der Mann Wojtylas vom Fussvolk der Gläubigen bei seinem Einzug in die Kathedrale behindert. Die bockigen Schafe legten sie vor die Kirchentür, der Hirte musste über sie hinwegsteigen. Undenkbar in Deutschland.

(Mehr zum rechtlichen Verhältnis der katholischen Kirche zur Schweizer Demokratie, in der der Staat zwar auch die Steuern einziehen darf für die Landeskirchen, dieselben aber auch mitreden können bei deren Verteilung und sich der römischen Monarchie gegenüber viel freier fühlen als die deutschen Gemeinden, in „Das Kreuz der Kirche mit der Demokratie“ von Adrian Loretan–Saladin und Toni Bernet-Strahm, theologischer Verlag Zürich, 2006 .)

Den meisten Deutschen sind diese Rechtsverhältnisse nicht bekannt, sie erhalten nun in der Debatte um die Minarette, die auch in der Schweiz entflammt ist, und in der die Bischöfe Stellung beziehen pro Minarett, eine neue Aktualität. Zumal die Kirche auch heftig mitmischt beim Asylgesetz, dessen Vorlage im September 2006 zur Abstimmung kommt. Beides gehört zusammen, denn auch beim neuen Asylgesetz geht es um  Zuwanderung von Moslems, die schon einen grossen Teil der Asylbewerber aus Afrika ausmachen.

Die Kirche, die auf den Moment wartet, wo sie die Mitsprache der Laien kippen kann, setzt dabei auf Moslems, Moschee und Minarett als Stützpunkte bei der Wiederaufrüstung der Religion nach dem Spuk der Aufklärung, die derzeit auch in Deutschland im Gange ist. Nur dass die Rekatholisierung der Schweiz in diesem Land bei den Demokraten auf grösseres Misstrauen stösst. Es geht nicht so alles glatt. So erscheinen auf das Interview mit Bischof Koch NZZ vom 3. September 2006 nicht nur zustimmende, sondern ebenso viele kritische Leserbriefe. Beginnend mit Walter Sch. Aus Basel: (10.9.06)

Wie lange wollen wir eigentlich noch dulden, dass sich von einem fremden Staate eingesetzte Funktionäre in unsere Innenpolitik einmischen? Dieser fremde Staat ist der Vatikanstaat; nebenbei eine der letzten totalitären Diktaturen! Es ist ja bezeichnend, dass sich Bischof Kurt Koch in seinem Streit mit einem Untergebenen auf das Corpus juris canonici beruft, eine Rechtsordnung, die lediglich innerhalb der Mauern des Vatikans Geltung hat; unsere demokratisch gesetzte Rechtsordnung wischt er damit als irrelevant hinweg.“

Auf das CIC berief sich die Kirche auch in Sachen Geburtenkontrolle, wobei von Katholiken, die die nur für sie glaubhaften Grundsätze ihrer Moraltheologie nur zu gern im allgemein gültigen Strafrecht verankert haben wollen, der Codex juris Canonici gewöhnlich nicht erwähnt wurde. Wer kennt schon das jus in corpus, das Recht des Mannes auf den Körper der Frau?

Auch die „konservative“ Schweiz ist weniger kirchenfromm als Deutschland, wo zur Zeit der zweiten Frauenbewegung in den Kirchen die  Hirtenbriefe mit den Wahlanweisungen verlesen wurden. Auch die Schweizerinnen entscheiden lieber selber (Es war ja nicht die Kirche, die für das Frauenstimmrecht eintrat in der Schweiz, im Gegenteil...).

Noch ist nicht entschieden, ob die massive Intervention der Bischöfe in den Abstimmungskampf nicht ein Bumerang ist.

Dass die Kirche sich hier nicht so vehement wie die deutschen Bischöfe zu den diesbezüglichen früheren Gesetzesdebatten vernehmen liess, dass sie nicht den Meisner- Höffner- und Dyba-Ton anschlug gegen Nicht-Katholiken, lag daran, dass damals noch die älteren Gesetze in Kraft waren, der die Rechte der katholischen Kirche in der Schweiz einschränkten. Das gilt heute nicht mehr als zeitgemäss. Wir sind ja inzwischen alle so tolerant, dass wir auch gerne noch ein Minarett hätten, oder?

Rolf Leuzinger aus Pfäffikon (SZ) schreibt:

Die Forderung nach mehr Toleranz gegenüber Muslimen wirkt aus dem Munde von Bischof Koch eher hohl, wenn man sieht, wie wenig Toleranz er gegenüber jeder kleinen liberalen Regung in seiner Diözese hat. Ganz daneben finde ich den unterschwelligen Rassismus-Vorwurf gegenüber Bundesrat Blocher. Im Übrigen waren sich religiöse Fundamentalisten gegenseitig immer näher als tolerante Menschen.“

Den Rassismus-Vorwurf teilt der Bischof mit der immer frömmer werdenden Linken.

 Josef Winterler aus Räterschen (ZH):

Sind wir Schweizer wirklich rassistische Hinterwäldler? .. dass die ablehnende Haltung aber meist auf negative persönliche Erfahrungen zurückzuführen ist, wird von den politischen und religiösen Kämpfern gegen Rassismus gerne unter den Teppich gekehrt. Allzu schnell bezichtigt man diese Menschen des „Rassismus.“ Das auch das einfache Volk zu einem differenzierteren Urteil gegenüber anderen Religionen und Kulturen fähig ist, zeigt sich an der völlig anderen Haltung gegenüber den Buddhisten in unserem Land. Sie sind gut integriert, ihre Kulträume stossen kaum auf Ablehnung. Der Grund liegt in der religiösen Toleranz des Buddhismus, einer Toleranz, die wir im Islam weitgehend vermissen.“

Dieser Leser spricht etwas aus, was den linken Volksfreunden (die besser als das Volk wissen, was das Volk braucht und sei es eine Diktatur) so wenig behagt, wie es der Kirche in den Kram passt: dass das Laienvolk sich so seine eigenen Gedanken macht und nicht nur mit Theologen diskutiert, was es glauben soll.

Heinz Schwob aus Lampenberg (BL)

Ich pflichte Bischof Koch bei, dass man über die Ängste der Bevölkerung sprechen sollte. Doch statt dem Islam Tür und Tor zu öffnen, wäre es Aufgabe der Kirche, über diese antichristliche Lehre (Sure 9, Vers 30, wo es heisst: Allah verfluche und bekämpfe die Christen, die sagen, Jesus sei der Sohn Gottes) zu informieren. Kennt Herr Koch die Geschichte des Islams nicht? Gewalt ist im Islam Pflicht, Jesus hingegen lehrt die Feindesliebe.

Was die Geschichte des Islam angeht - der Bischof kennt sie! Eben darum ist er nicht so interessiert daran, dass das Volk sie auch kennenlernt.

Nun noch ein Bischof von der christkatholischen Kirche der Schweiz, aus Bern. Der Bischof ist sich mit dem Bischof von der catholica bemerkenswert einig. Nicht so die Schweizer evangelischen Freikirchen, aber der Christkatholik ist noch vom alten Holz: 

Normalerweise mischen sich die Kirchen nicht ins politische Tagesgeschäft – und das ist grundsätzlich richtig. In die Debatte über das neue Asyl- und Ausländergesetz mischen sie sich aber lautstark ein. Und das mit Recht, auch wenn das populistischen Politikern nicht gefällt.... denn sie tun es, weil Jesus den berühmten Satz gesagt hat: ‚Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, aber Gott, was Gottes ist.“

Ogott. Man sollte meinen, genau dieser Satz müsse die Bischöfe davon abhalten, sich aus den Belangen des Kaisers herauszuhalten, und in der Schweiz ist noch immer das Volk der Kaiser, vor dem alle Parteien bei Abstimmungen zittern. Aber nein, auch der  Christkatholik argumentiert noch genau so wie sein historisch älterer Kenner der Volksseele: 

Dem Kaiser, dem Staat also hat der Mensch zu folgen“,

behauptet er zuversichtlich, obwohl der Mensch in der Schweiz das nicht unbedingt so sieht und nicht immer so folgsam ist gegenüber der Obrigkeit... und nun kommt die Pirouette auf dem Glatteis:

wenn der Staat seine Aufgabe zum Wohl der Menschen, die in seiner Obhut sind, erfüllt.“ 

Klingt das nicht schön?! Der Mensch in der Obhut des Staates als wie in der Obhut der Landesfürsten. Von denen nicht viel mehr übrig ist in der Schweiz, denn der Schweizer Mensch wählt die Obhut auch gerne wieder ab. Noch ist auch die Verfassung bei den Stimmbürgern in guter Obhut. Und nun kommt ein ganz fauler wunderbar katholischer Trick.

Wenn er aber die Menschenrechte nicht mehr mit aller Konsequenz und Folgerichtigkeit durchsetzt, dann muss die Kirche reden. Sie muss versuchen, den Staat zu bewegen, Gott zu geben, was Gott gehört.“

Und was Gott gehört und was dem Staat, das definiert wer? In der Schweiz hat das Staatsvolk da noch ein Wörtchen mitzureden.

Die Kirche ist um die Auslegung der Jesus-Worte nie verlegen. Wo waren diese Gottesrechtler, als die Zwangsverheiratungen in der Schweiz erstmals politisch zur Sprache gebracht wurden im Nationalrat? Hat man da einen Pieps von dieser Seite zu den „Menschenrechten“ der Frauen gehört? Oder wie lautet die nie gehörte bischöfliche Rede zu den Genitalverstümmelungen, die auch in der Schweiz verübt werden? Die Menschenrechte! Die wären noch in der Obhut der Kirche... so gut verwahrt, dass man sie gar nicht zu Gesicht bekäme, hätte nicht die die Aufklärung gottseibeiuns sie aus dem Dunkel ans Licht geholt. 

Bischof Koch, gross abgebildet in dieser NZZ-Ausgabe, blickt schon so duster drein, als überlege er gerade, wie man die Menschenrechte in bessere  Obhut als die staatliche bringen kann. Vielleicht kann man sie zu treuen Händen den Moslems anvertrauen? Dort werden sie geschont, denn diese Religionsgruppe macht bestimmt keinen Gebrauch davon.   


 

     

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 
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